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Der Zuggurt der KS-Flachstürze besteht
aus schalenförmigen KS-Formsteinen, in
die im Werk eine Längsbewehrung aus
Betonstahl BSt 500S nach DIN 488-1:
1984-09 eingelegt und ein Beton mindestens der Festigkeitsklasse C 20/25 eingefüllt wird.
Die KS-Formsteine werden in den Breiten 90-240 mm und Höhen 71-123 mm hergestellt. Sie müssen eine mittlere Längsdruckfestigkeit von mindestens 15 N/mm² aufweisen. Die schalenförmigen Formsteine haben an ihrer Innenseite nutenförmige Ausnehmungen, damit ein dauerhafter Verbund mit dem Füllbeton gewährleistet ist. Die Formsteine für Außensichtmauerwerk müssen die Anforderungen an die Frostwiderstandsfähigkeit nach DIN V 106: 2005-10 erfüllen. Die Längsbewehrung der Zuggurte muss bei Einlage von nur einem Stab einen Durchmesser von mindestens 8 mm und höchstens 12 mm betragen. Die Betondeckung der Bewehrung ist in Abhängigkeit von der jeweiligen Expositionsklasse festgelegt. Bei Zuggurten für KS-Flachstürze der Expositionsklasse XC1 gelten für die Mindestbetondeckung bzw. das Nennmaß der Betondeckung die entsprechende Werte in DIN 1045-1: 2001-07. Für die Zuggurte von Flachstürzen der Expositionsklassen XC3 und XC4 gelten von DIN 1045-1 abweichende Betondeckungen. Die Einhaltung dieser Anforderungen wird im Werk durch die Verwendung von Abstandhaltern und einem geeigneten Verfüllvorgang sichergestellt. Die Druckzone der Stürze wird bei den Flachstürzen auf der Baustelle, bei den Fertigteilstürzen (FTS) bereits im Werk hergestellt. Sie besteht bei KS-Flachstürzen aus Einsteinmauerwerk im Verband (Steinbreite = Sturzbreite) nach DIN 1053-1: 1996-11 mit vollständig vermörtelten Stoß- und Lagerfugen oder aus Beton mindestens der Festigkeitsklasse C 12/15. Für die Druckzone aus Mauerwerk sind Kalksand-, Voll-, Loch- oder Hohlblocksteine nach DIN V 106: 2005-10 bzw. DIN EN 771-2: 2005-05 in Verbindung mit DIN V 20 000-402: 2005-06 mindestens der Druckfestigkeitsklasse 12 mit einer Mindestlängsdruckfestigkeit von 4,5 N/mm² zu verwenden. Diese Anforderung wird von Kalksandsteinen stets erfüllt. Wird die Druckzone aus Mauerwerk mit Normalmörtel hergestellt, ist ein Mörtel nach DIN V 18 580: 2004-03 mindestens der Mörtelgruppe IIa oder ein Normalmörtel nach DIN EN 998-2: 2003-09 zu verwenden. Für Mauerwerk mit Dünnbettmörtel ist ein Mörtel nach DIN V 18 580: 2004-03 bzw. DIN EN 998-2: 2003-09 in Verbindung mit DIN V 20000-412: 2004-03 oder ein für die Vermauerung von KS-Plansteinen bauaufsichtlich zugelassener Dünnbettmörtel einzusetzen. |
XC1: Innenräume (trocken) mit
normaler Luftfeuchte XC3: offene Hallen, gewerbliche Feuchträume, Hallenbäder (mäßige Feuchte) XC4: Außenbauteile mit direkter Beregnung (Wechsel nass/trocken) Für die Druckzone von Fertigteilstürzen (FTS) nach der allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassung Z-17.1-774 werden im Herstellwerk KS-Planelemente nach allgemeiner bauaufsichtlicher Zulassung verwendet. Als Dünnbettmörtel wird Mörtel nach DIN V 18 580: 2004-03, ein für die Vermauerung von KS-Planelementen bauaufsichtlich zugelassener Dünnbettmörtel oder ein spezieller Dünnbettmörtel nach DIN EN 998-2: 2003-09 mit erhöhten Anforderungen an die Festigkeitseigenschaften eingesetzt. ![]() ![]() ![]() ![]() |