|
Lagerung auf der Baustelle und Einbau der Stürze Die KS-Stürze sind so auf der Baustelle zu lagern und zur Einbaustelle zu transportieren, dass Beschädigungen insbesondere der Kanten und Auflagerflächen vermieden werden. | Bei der Lagerung und dem Transport von KS-Flachstürzen für Sichtmauerwerk ist diesbezüglich besondere Sorgfalt geboten. |
|
KS-Flachstürze Wenn das KS-Mauerwerk beidseitig der Wandöffnung einschließlich des Sturzauflagers erstellt ist, wird der Flachsturz (Zuggurt) auf der geplanten Wandhöhe in das vorbereitete Mörtelbett aus Normal- oder Dünnbettmörtel verlegt. Es ist beim Einbau darauf zu achten, dass
Die Montagestützen dürfen erst entfernt werden, wenn die Druckzone eine ausreichende Festigkeit erreicht hat. Im Allgemeinen reichen hierfür 7 Tage aus. Bis zum Entfernen der Montagestützen müssen alle Lasten aus Fertigdecken oder Schalungen für Ortbetondecken gesondert abgefangen werden. Vor der Herstellung der Druckzone ist die Oberseite der Zuggurte sorgfältig von Schmutz zu reinigen und anzunässen. Stoßfugen in der Übermauerung sind stets zu vermörteln.
|
Wird die Druckzone aus Mauerwerk hergestellt und die Lagerfuge oberhalb des Zuggurtes mit Dünnbettmörtel vermörtelt, sind eventuell vorhandene Unebenheiten der Lagerfläche in einem zusätzlichen Arbeitsgang mit Mörtel auszugleichen. Wird die Druckzone aus Kalksandstein- mauerwerk hergestellt, sind die Verbandsregeln der DIN 1053-1: 1996-11 einzuhalten. Diese Forderung bezieht sich auf Übermauerungen aus mehreren Mauerschichten. Besteht die Übermauerung aus einer Mauerschicht, ist eine Mindesthöhe der Druckzone von 125 mm einzuhalten. Für diesen Fall ist es nicht er-forderlich, dass die Stoßfugen der Übermauerung und der Zuggurtschalen gegeneinander mit einem Überbindemaß von 0,4 h versetzt sind. In der allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassung Z-17.1-978 ist geregelt, dass die Druckzone der KS-Flachstürze auch aus Beton mindestens der Festigkeitsklasse C 12/15 hergestellt werden kann. Diese Ausführungsvariante wird für den Fall empfohlen, wenn z. B. im Kellergeschoss zwischen der Oberkante des Zuggurtes und der Unterkante der Stahlbetondecke nur ein geringer Zwischenraum verbleibt. Dann wird im Zuge des Betoniervorgangs der Decke der Ortbeton unmittelbar auf den Zuggurt aufgebracht, wobei die Seiten des Sturzes eingeschalt werden. Die Tragfähigkeit des KS-Flachsturzes wird hierdurch im Vergleich zu einer Übermauerung aus KS-Plansteinmauerwerk erhöht. Bei geringen lichten Weiten der Wand- öffnungen und einer Belastung ausschließlich aus der aufliegenden Stahlbetondecke sollte der KS-Flachsturz nicht tragend ausgeführt werden. Die Deckenauflast wird über einen deckengleichen Unterzug mit entsprechender Bewehrung aufgenommen. Der KS-Flachsturz trägt in diesem Fall sein Eigengewicht und übernimmt die konstruktive Funktion des oberen Türanschlags. |
|
KS-Fertigteilstürze (FTS) KS-Fertigteilstürze (FTS) werden im KS XL-Bausystem wandweise auf die Baustelle geliefert und rationalisieren damit den Bauablauf. Die KS-Fertigteilstürze (FTS) werden maschinell mit einer geeigneten Versetzhilfe beidseitig mindestens 115 mm in ein Mörtelbett aufgelegt. Da die Druckzone der Stürze bereits integriert ist, sind Montagestützen nicht erforderlich. Der Fertigteilsturz kann nach dem Einbau und dem Erhärten des Auflagermörtels belastet werden, indem beispielsweise Fertigdeckenplatten aufgelegt werden. Wird der KS-Fertigteilsturz (FTS) im Einzelfall bis zur Unterkante der Stahlbetondecke übermauert, so darf die Übermauerung sowie die Stahlbetondecke bei der Bemessung (Ermittlung der statischen Höhe) nicht berücksichtigt werden. | ![]()
|